Madfeld im Sauerland
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Eintrag von Andreas Mettler (metti). Veröffentlicht: 09.01.2018
Sehenswürdigkeiten in Madfeld:


(Das war) der Wolfgangsee


Wolfgangsee

Die Fotos auf dieser Seite zeigen den Wolfgangsee, wie sich 2017 noch die Sonne und der blaue Himmel im Wasser spiegelte. Mittlerweile ist der Wolfgangsee, der am Holzweg im Nordosten von Madfeld liegt, als Sehenswürdigkeit nicht mehr ganz so stolz zu präsentieren. Als Erinnerung hat der See sicherlich einen Ehrenplatz unter den Madfelder Sehenswürdigkeiten verdient. Und wer weiß? Vielleicht kehrt der See ja irgendwann einmal zurück in die Reihen der Erholungsgebiete um Madfeld?

Vom Salzkammergut nach Madfeld...

Wie kam eigentlich der Wolfgangsee nach Madfeld? Gut, der Wolfgangsee im Salzkammergut mag etwas bekannter sein als das gleichnamige Gewässer bei Madfeld. Namensgeber war der Madfelder Wolfgang Finke, der Anfang der 1970er Jahre mit seinem Bagger den schönen See am Prinzknapp auskofferte. Damals konnte man das Schiefergestein für die Baustraße zur neuen Kläranlage am Ort des heutigen Sees gut gebrauchen. Gleichzeitig entstand ein nützlicher Löschteich inmitten des weitläufigen Waldgebietes. Der Name „Wolfgangsee“ kam dann vom damaligen Bürgermeister Bernd Jostmeier. Der Wolfgangsee hatte eine Größe von rund 1200 Quadratmetern und war ungefähr drei Meter tief.

Signalkrebse am Wolfgangsee?

So richtig daran glauben, mag noch nicht jeder Madfelder. Angeblich hat sich der amerikanische Signalkrebs im Wolfgangsee eingenistet. Und dieser soll eine Gefahr für den Wasserspeicher der benachbarten Aabachtal-Sperre, die rund 250.000 Menschen mit Trinkwasser versorgt, sein. Wenn diese Krebse sich denn auf die Wanderschaft begeben und die sieben Kilometer lange Strecke zurücklegen. Als potentieller Überträger der Krebspest wäre der Signalkrebs dann eine Gefahr für die im Trinkwasserspeicher heimischen Edelkrebse. Versuche, den Signalkrebs mit Fangkörben und Amphibienzäunen habhaft zu werden, führten nicht zum gewünschten Ergebnis. Kein Signalkrebs wollte sich zeigen. Wenn kein Krebs gefunden wird, muss das nicht zwingend bedeuten, dass sich auch kein Krebs im See versteckt. Und so entschied sich der Aabach-Talsperrenverbund und der Hochsauerlandkreis im Herbst 2017 dazu, den kompletten See zuzuschütten. Und diese Aufgabe hat wiederum der namensgebende See-Ausbaggerer Wolfgang Finke übernommen.

Der See soll mindestens ein Jahr lang zugeschüttet bleiben. Ob Madfeld danach seinen Wolfgangsee zurück bekommt?


Auf der Karte finden...


Fotogalerie

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