Madfeld im Sauerland
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Eintrag von Horst Kurzer. Veröffentlicht: 28.09.2016 - per Email Kontakt aufnehmen
Sehenswürdigkeiten in Madfeld:


Die Wasserversorgung in Madfeld


Wasserversorgung

Bis in die 1920er Jahre entnahmen die Madfelder ihr Brauchwasser aus den vorhandenen Brunnen im Dorf. Dann fasste der Gemeinderat den Beschluss, eine moderne Wasserleitung zu errichten.

Da keine Quelle in der Gemarkung vorhanden war, sollte das Frischwasser aus der Alme oder dem Hoppecketal herbeigepumt werden.

Am kostengünstigsten war es aus dem Hoppecketal. Rösenbeck hatte bereit 1922 eine eigene Wassergewinnungsanlage. Man gründete den Wasserzweckverband Madfeld/Radlinghausen. Radlinghausen hatte noch größere Wassernot als Madfeld.

Die Rösenbecker Steinbornquelle sollte für ausreichend Wasser sorgen. Lt. Berechnung der Wasserbehörden und zwar für alle drei Dörfer wurde folgende Menge für Madfeld veranschlagt:

1.011 Einwohner á 50 Liter         =    50,55 cbm
492 Stück Großvieh á 50 Liter      =   24,60 cbm
677 Stück Kleinvieh á 15 Liter      =   10,16 cbm
Viehtränken               =    4,69 cbm
Gesamtbedarf                  90,00 cbm

Alle drei Dörfer benötigten zusammen gut zwei sl (sl = Liter/Sekunde)
Die Quellschätzung betrug jedoch vier Liter/Sekunde. Ein Pumpenhäuschen wurde gebaut und eine Lambachpumpe angeschafft (im Aschenblick). Die Lambachpumpe erhielt das Antriebswasser aus dem Quellgebiet des Altenfilsbaches im Bereich der Wiesen des Hofes Lang (Bruchs).

Die Lambachpumpe pumpte das Wasser 2.440 m weit und 187 m hoch zu diesem Hochbehälter. Dieser Hochbehälter fasste 100 cbm Wasser in zwei Kammern (erste Kammer zum alltäglichen Verbrauch mit 50 cbm, die zweite Kammer als Reserve für Löschwasser, ebenfalls 50 cbm).

Entsprechend der Vorgabe der Bezirksregierung Arnsberg vom 29. Juni 1933 war die Zweckverbandsanlage Mitte des Jahres 1934 einsatzbereit. Nach einigen Jahren schaffte diese komplizierte Anlage die Wasserversorgung nicht mehr. Besonders unser Oberdorf hatte darunter zu leiden.

Die Evakuierung der Bevölkerung im Krieg sowie der Zustrom der Vertriebenen, aber auch der Mehrverbrauch an Wasser durch größere Viehbestände machte ernsthafte Überlegungen erforderlich. Die Suche nach Wasser war durch den Fund einer Quelle im Bereich des Tunnels zwischen Beringhausen und Messinghausen erfolgreich.
1965 wird die Erweiterung der Wasserleitung beschlossen.
1972 wurde das Verbandwasserwerk „Weiße Frau“ gegründet.
Dieser Hochbehälter hatte ausgedient und wurde wertlos.

Wir vom Verein „1000 Jahre Madfeld“ werde diesen Hochbehälter von Gehölz freischneiden, streichen und die Geschichte an einer Schautafel an der Tür dokumentieren. Wir hoffen, dass wir im Frühjahr 2017 Vollzug melden können. Vorarbeiten sind schon geleistet worden. So können sich Besucher über die Geschichte der Wasserversorgung in Madfeld informieren.

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